Der Epina Delphi-Kurs bietet Ihnen eine allgemeine Einführung in das Programmieren mit Delphi/Pascal. Mit vielen ausgearbeiteten Beispielen können Sie direkt in die Delphi-Programmierung einsteigen. Mehr dazu finden Sie hier....

Dateien - Grundlegendes

Unter einer Datei (engl. file) versteht man die lineare Anordnung von gleichen Datenstrukturen (records) auf der Harddisk. Die Records sind alle gleich groß und werden von 0 beginnend durchnummeriert. Records können eine beliebige interne Struktur aufweisen; damit ist es möglich, sowohl sehr einfache Datenstrukturen (z.B. eine Liste ganzer Zahlen) als auch komplexe Strukturen (z.B. die Daten einer Spekrendatenbank) mit demselben Mechanismus zu behandeln.

Um auf den Inhalt einer Datei zugreifen zu können bedient man sich eines sog. "File Pointers", der die Nummer des zu adressierenden Records enthält. Der File Pointer wird nach jedem Zugriff (egal ob lesend oder schreibend) immer automatisch um eins erhöht, so dass ein sequentielles Lesen und Schreiben sehr einfach erfolgen kann. Möchte man in beliebiger Reihenfolge auf einzelne Records zugreifen (random access), so muss der File Pointer vor jeder Operation entsprechend gesetzt werden (nur bei binären Files möglich).

Grundsätzlich unterscheidet man drei verschiedene Arten von Files:

binäre, typisierte Files Der Record (= die Basisdatenstruktur) ist definiert und bekannt
binäre untypisierte Files Die Definition des Records ist unbekannt, man kann darum das File nur als Folge von Bytes laden.
Textfiles Die Records sind nicht gleich lang und bestehen aus (druckbaren) Zeichen. Ein Record entspricht einer Textzeile. Textfiles haben den Nachteil, dass ein wahlfreier Zugriff nicht möglich ist, da die Records nicht gleich lang sind. Textfiles sind daher nur sequentiell verarbeitbar.

Files werden auf der Harddisk unter einem Namen abgespeichert. Dieser Name dient zum Zugriff auf die Datei.

Persönl. Anmerkung: Textfiles eignen sich sehr gut zum Speichern von Programmeinstellungen, oder für die Archivierung von Daten. Hier kommt der Vorteil von Textfiles, dass nämlich die Datei mit einem beliebigen Editor bearbeitet werden kann voll zum Tragen. Ich persönlich verwende für solche Dateien möglichst XML (Extensible Markup Language, siehe http://www.w3.org/), da dadurch sowohl die Daten leicht zugänglich sind, als auch in einer genormten (und von anderen Programmen leicht verwendbaren) Weise abgelegt werden.

Last Update: 2008-09-09